Rechter Mob fordert Flüchtlinge wegzusperren

Es geschah mitten im Berliner Regierungsbezirk: Weitgehend unbeachtet von den Medien hat ein Mob aus hunderten Flüchtlingsgegnern, die massenhafte Inhaftierung von Asylsuchenden gefordert. Die Polizei schritt nicht ein.

Von Medien weitgehend unbeachtet haben vergangenen Woche mehrere hundert rechte Demonstranten mitten im Berliner Regierungsviertel gegen Flüchtlinge gehetzt. Bei dem menschenverachtenden Aufmarsch forderten sie unter anderem Gesetze, die es ermöglichen, Asylsuchenden in Deutschland schon bei kleinsten Vergehen inhaftieren zu können. In einem kruden Forderungskatalog verlangte die flüchtlingsfeindlichen Bewegung, Asylsuchende schon dann hinter Gitter verschwinden lassen zu können, wenn diese…

  • falsche oder unvollständige Angaben gegenüber Behörden gemacht haben
  • sich nicht ausweisen können
  • jenen, die ihnen bei der Flucht geholfen haben, Geld gezahlt haben
  • oder sich nicht schon an der Grenze freiwillig in Gewahrsam der Grenzbehörden begeben haben

Kurz: Die Demonstranten forderten Gesetze, nach denen jeder Flüchtling inhaftiert werden kann, der Deutschland auf dem Landweg betreten hat. Obwohl es im Berliner Regierungsviertel den letzten Monaten vermehrt zu flüchtlingsfeindlichen Aufmärschen gekommen war, schritt auch diesmal die Polizei nicht ein. Lediglich vereinzelte Gegendemonstranten versuchten die Kundgebung zu stören.

Auf Youtube ist nun eine Mitschnitt der Kundgebung aufgetaucht:

Nachtrag: Nur eine Woche später und kaum zwei Kilometer entfernt marschierte die flüchtlingsfeindliche Bewegung am 10. Juli offenbar erneut auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.