And the Islamophobia Award 2016 goes to…

Einmal im Jahr kührt eine britische Bürgerrechtsorganisation den „Islamophobe of the Year“. Gewonnnen hat einer, dessen Kampf gegen Muslime vielleicht gerade erst begonnen hat.

Wenn die britische Bürgerrechtsorganisation lsamic Human Rights Commission einmal im Jahr zur Preisverleihung lädt, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, dass einer der Gewinner selbst die Dankesrede halten wird. „Islamophobia Awards“ heißt die Negativ-Auszeichung, die an diesem Samstag in London vergeben wurde. Und um es kurz zu machen: The winner is:

Donald Trump

Das Bild stammt von DonkeyHotey und steht unter einer CC2.0-Lizenz

Donald trump hat es der Jury allerdings auch nicht besonders schwer gemacht. Fantasien, wie er Muslime im Falle seines Wahlsieges überwachen, diskriminieren und töten könnte, sind fester Bestandteil seines Wahlkampfes: Zum Schutz vor dem IS forderte Trump, Moscheen in den USA zu schließen und Muslimen generell die Einreise in das Land zu verweigern. Jene, die sich mit amerikanischer Staatsbürgerschaft bereits im Land befinden, sollten in speziellen Datenbanken gespeichert werden und eigene Ausweise tragen. (Die sechs islamfeindlichsten Momente der US-Vorwahlen)

Bei einem Wahlkampfauftritt in South Carolina pries Trump einen US-General dafür, dass dieser Anfang des 20. Jahrhunderts muslimische Kriegsgefangene mit in Schweineblut getränkten Kugeln erschossen haben soll. Auf Fox News kündigte er an, als Commander in Chief die Familien muslimischer Terroristen töten lassen zu wollen.

Auch wenn Trump die Trophäe nicht persönlich in Empfang nahm, eine Laudatio bekam er trotzdem. IHCR-Vorsitzender Massoud Shadjareh sagte:

„Es ist schlimm genug, dass jemand mit solch einer arroganten, unverfrorenen Bigotterie auftreten und zum Hass aufrufen kann. Aber, was mir wirklich Angst macht, ist dass Donald Trump von so vielen Wählern unterstützt wird. Und das im mächtigsten Staat der Erde.“

Der Trailer für die Islamophobia Awards 2016

Die Gewinner in den übrigen Kategorien:

National: Der britische Premierminister David Cameron für seine Äußerung, britische Frauen muslimischen Glaubens seien „traditionell unterwürfig“ #traditionallysubmissive
International: Charlie Hebdo
Buch/ Film/ TV-Serie: Die amerikanische TV-Serie Homeland für seine rassistische Darstellung von Arabern und Muslimen
Nachrichten: Kay Burley. Die britische Moderatorin hatte auf Sky News einen (muslimischen) Sprecher der Menschenrechtsorganisation CAGE danach gefragt, was er davon halte, Menschen den Kopf abzuschlagen.

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